Einzeltherapie

Praxis Sybille Hoberg

Meine Grundhaltung in der Arbeit mit  Patienten orientiert sich an den humanistischen Vorstellungen der klientenzentrierten Gesprächstherapie .   Diese geht  von der  Annahme aus, dass jedem Menschen eine Tendenz zur Selbstverwirklichung innewohnt und er die Befähigung zur Selbstheilung in sich trägt.  Das therapeutische Gespräch kann  unter Einhaltung fördernder Bedingungen zum Wachstum beitragen. Zentral sind dafür bedingungslose positive Wertschätzung gegenüber der ratsuchenden Person, einfühlsames Verstehen (Empathie) und Echtheit des Therapeuten (Kongruenz) gegenüber dem Patienten.

Eine tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie ist dann sinnvoll, wenn Sie nicht nur ein Symptom rasch beseitigt wissen wollen sondern verstehen möchten, warum Sie ein psychisches Problem haben, warum  Sie sich selbst oft im Wege stehen, warum Sie mit anderen immer wieder die gleichen schwierigen Erfahrungen machen. Hierbei spielen unbewusste Aspekte eine bedeutende Rolle.  Ich versuche  gemeinsam mit Ihnen zu klären, welchen unbewussten Einflüssen Ihr Denken, Fühlen und Handeln unterliegt.

 

Dabei gehe ich davon aus, dass den frühkindlichen Erfahrungen bei der Bewältigung von Entwicklungskonflikten, die jeder Mensch durchlaufen muss, sehr große Bedeutung zukommt.   So steht etwa der Wunsch unabhängig und selbständig zu werden immer im Konflikt mit dem Wunsch nach Nähe und Versorgung durch die Eltern. Aus dem normalen Konflikt kann dann ein besonders heftiger werden, wenn zusätzliche Schwierigkeiten zu bewältigen sind, etwa eine schmerzhafte Trennung von einer wichtigen Bezugsperson. Der Konflikt kann dann nicht gelöst werden, wird verdrängt und beeinflusst aber weiterhin aus  dem Unbewussten unsere Gefühle und unser Handeln in Beziehungen. Wenn dann in einer späteren Lebensphase akute Belastungen auftauchen wie Trennungen oder berufliche Überforderungen, kann sich zeigen, dass die bisher üblichen Bewältigungsmechanismen nicht mehr ausreichen, um diese Probleme zu lösen. Es können sich psychische und psychosomatische Symptome entwickeln.

Praxis Sybille Hoberg
Praxis Sybille Hoberg

In der Therapie  bringen Sie als Patient/in alle für Sie wichtigen aktuellen wie früheren Erfahrungen ein und der Schwerpunkt der Betrachtung wird darauf gerichtet, wie Sie persönlich etwas erlebt und verarbeitet haben. Sie werden erfahrener damit werden, immer wieder Fragen an sich selbst zu richten und die Therapeutin als Begleitung in diesem Prozess  der Selbsterkenntnis erleben. Wir können gemeinsam verstehen, welche innere Konflikte mit  den beteiligten ambivalenten Gefühlen und Impulsen sie in ihrer Geschichte bestimmt haben, welche  inneren Verarbeitungsmechanismen  aus diesen Erfahrungen entstanden sind und überprüfen, ob diese heute noch sinnvoll und hilfreich sind. Erst dann können neue Bewältigungsstrategien erarbeitet werden.

Neben  dem Gespräch hat sich für mich die Arbeit mit Imaginationen als hilfreich erwiesen. Diese sind zentraler Bestandteil der katathym-imaginativen Psychotherapie. Hierbei schlage ich Ihnen aus einer Vielzahl von „Motiven“  als Anregung ein Bild vor, zu dem Sie in Entspannung Ihren Phantasien nachhängen und innere Vorstellungen entstehen lassen. Dabei tauchen in der Bildsprache des Unbewussten verschlüsselte Szenen auf, angereichert mit Symbolen und in der Regel sehr gefühlsbewegend. Ich begleite Sie während dieser Imaginationen im Dialog. Die Imagination kann ein „innerer Kompass“ sein zum Ausprobieren bisher ungewohnter Bewältigungsstrategien, aber es können auch im symbolischen Raum neue Beziehungserfahrungen geschehen, die hilfreich in den Alltag hineinreichen.

Nach der Therapiestunde können Sie sich das Imaginierte zu Hause durch Malen noch einmal vergegenwärtigen und weiter bearbeiten.  Der durch die Imagination angeregte innere Prozess wird dadurch auch zwischen den Therapiestunden fortgesetzt.

Es können auch Symbole wie Bildkarten oder Gegenstände, die in der Praxis zur Verfügung stehen,  zur Vertiefung der Arbeit benutzt werden.

Im katathym-imaginativen Verfahren biete ich auch Lehrtherapien zu Ausbildungszwecken an.

Der äußere Rahmen der Einzeltherapie

Die Therapie findet in der Regel mit einer Sitzung wöchentlich im gegenüber Sitzen stand.

Das therapeutische Vorgehen gestaltet sich als ein Wechsel aus Gesprächssituationen und Imaginationen. Imaginationen können auch zur Erleichterung der Eingangs-Entspannung im Liegen stattfinden.

Der zeitliche Rahmen von kassenfinanzierten sog. Richtlinienpsychotherapien umfasst je nach Problematik und Therapieziel 12 oder verlängert 24 Stunden als Kurzzeittherapie und bis zu 100 Stunden als Langzeittherapie.

Kosten der Einzeltherapie

Für meine therapeutische Arbeit bin ich zugelassen zur Abrechnung mit Krankenkassen.  Auch die privaten Kassen  und die Beihilfe übernehmen in der Regel je nach persönlichem Versicherungsvertrag die Kosten.

Sie können zu mir Kontakt aufnehmen, ohne dass Sie zuvor einen Arzt oder die Krankenkasse konsultieren müssen.
Dem Therapiebeginn ist das Wahrnehmen einer psychotherapeutischen Sprechstunde vorgeschaltet, die klären soll, ob eine krankenkassenfinanzierte Richtlinienpsychotherapie notwendig und sinnvoll ist oder andere Formen der Unterstützung angeraten werden.

Wenn eine Therapie bei mir in Frage kommt, klären wir in bis zu 4 Vorgesprächen die Therapieziele und die Grundlagen unserer Zusammenarbeit. Im Anschluss wird dann ein Antrag an die Kasse zur Kostenübernahme gestellt.